Austausch, Perspektiven und nächste Schritte in der Verbandsentwicklung
Am 7. März hat in Erlangen unsere diesjährige Trägertagung stattgefunden – gemeinsam mit der Mitgliederversammlung. Es war ein intensiver, lebendiger Tag mit vielen guten Gesprächen, fachlichem Austausch und wichtigen Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landesverbands.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Vorstand – Tobias, Markus und Lisa – noch einmal gewählt. Das hat einen ganz konkreten Hintergrund: Wir warten aktuell noch auf die Eintragung unserer neuen Satzung ins Vereinsregister. Erst wenn dieser formale Schritt abgeschlossen ist, kann der bereits gewählte Aufsichtsrat offiziell seine Arbeit aufnehmen und die hauptamtlichen Vorstände bestellen. Wie lange dieser Prozess dauert, lässt sich nicht genau vorhersagen – erfahrungsgemäß kann das einige Wochen, aber auch mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Damit der Verband in dieser Übergangszeit handlungsfähig bleibt, braucht es weiterhin einen ehrenamtlichen Vorstand, der die laufenden Geschäfte zuverlässig weiterführt. Sobald die Eintragung erfolgt ist, wird der Staffelstab an den Aufsichtsrat übergeben. Perspektivisch wird es dann so sein, dass die Mitgliederversammlung den Aufsichtsrat wählt, der wiederum die hauptamtlichen Vorstände einsetzt. Damit schaffen wir eine klare und zukunftsfähige Struktur.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr wurde deutlich, wie viel sich bereits bewegt hat: Wir haben ein Projektmanagement eingerichtet, um die Professionalisierung gezielt zu begleiten, eine umfassende Satzungsänderung auf den Weg gebracht und einen Aufsichtsrat gewählt. Gleichzeitig wurden unsere Angebote für Mitglieder weiter ausgebaut. Auch im Hintergrund ist viel passiert: Der Aufsichtsrat hat sich bereits gefunden und inhaltlich gearbeitet, und es haben schon Bewerbungsgespräche für die hauptamtlichen Vorstände stattgefunden. Die nächsten Schritte sind also vorbereitet.
Wichtig ist uns an dieser Stelle ein klares Verständnis davon, was wir mit „Professionalisierung“ meinen. Es geht ausdrücklich nicht darum, das Ehrenamt zu ersetzen oder geringer zu schätzen – im Gegenteil. Das Engagement von so vielen Menschen ist und bleibt eine tragende Säule unseres Verbands. Gleichzeitig merken wir, dass die Aufgaben immer umfangreicher, vielfältiger und auch komplexer werden – gerade im organisatorischen und bürokratischen Bereich. Professionalisierung bedeutet für uns deshalb, bestimmte operative Aufgaben in verlässliche, bezahlte Strukturen zu überführen. So entsteht Entlastung, und es wird wieder mehr Raum frei für das, was viele am Ehrenamt schätzen: inhaltliche Arbeit, Austausch, Mitgestaltung und Freude am gemeinsamen Tun.
Rund um die Mitgliederversammlung hat die Trägertagung den fachlichen Rahmen gebildet. In Workshops und einer Vernetzungsrunde im World-Café-Format stand vor allem eines im Mittelpunkt: der Austausch untereinander. Die Rückmeldungen dazu waren durchweg sehr positiv – viele haben den offenen, ehrlichen und gleichzeitig konstruktiven Dialog als besonders wertvoll erlebt.
In den Workshops, die von der Beraterin und Coachin Brigitte Will begleitet wurden, ging es zum einen um die Frage, wie gute Kitaqualität in Waldkindergärten finanziert werden kann. Dabei wurden konkrete Herausforderungen benannt, Erfahrungen geteilt und sichtbar gemacht, wo noch Wissen und Unterstützung gebraucht werden. Im zweiten Workshop stand die Qualitätssicherung im Mittelpunkt: Welche Rolle haben Träger und Leitungen? Was macht gute Qualität im Waldkindergarten aus? Und wie können Themen wie Kinderrechte, Teilhabe und Inklusion im Alltag gestärkt werden – auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen von Zeit und Budget?
Besonders fruchtbar war auch die Vernetzungsrunde: Hier sind viele Ideen entstanden, welche Angebote sich Mitglieder für die Zukunft wünschen und wo der Landesverband noch gezielter unterstützen kann. Dieser Input ist für uns enorm wertvoll und fließt direkt in die Weiterentwicklung unserer Arbeit ein.
Der Tag hat deutlich gezeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Engagement in unserem Netzwerk steckt – und wie wichtig Räume sind, in denen all das zusammenkommen kann. Genau hier liegt ein zentraler Mehrwert der Trägertagung: nicht nur Informationen mitzunehmen, sondern voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu stärken und gemeinsam weiterzudenken.
Wir nehmen aus diesem Tag viel Rückenwind mit. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die begonnenen Schritte weiter umzusetzen und die neue Struktur vollständig zu etablieren. Unser Ziel ist klar: den Verband so aufzustellen, dass er euch als Mitglieder langfristig gut unterstützen kann – fachlich, strukturell und im Alltag.
Danke an alle, die dabei waren, sich eingebracht, mitgedacht und ihre Perspektiven geteilt haben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Trägertagung – und darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.